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Veranstaltungen

Vortrag

27.1.2026
Di.
19:00 UHR
Marke und Mythos

Stefan Waller, Zhejiang Wanli University, Ningbo

 
Veranstalter

Universität Hamburg und Warburg-Haus

Im Rahmen der Reihe zum Schwerpunktthema 2025-2026 »Symbolische Formen. Der ›Mythos‹ und seine politischen Formen«

In Marken treten die Sehnsüchte des modernen Menschen hervor: In Nike die Hoffnung, es zu schaffen, wenn man es nur einfach tut; in einem Mercedes das Streben nach Status; in einer MasterCard die Verdichtung jener Momente, die man für Geld nicht kaufen kann (für die man aber doch welches braucht). Marken fungieren dabei nicht nur als Instrumente der Verkaufsförderung, sondern übernehmen in der durch Konsum geprägten Gesellschaft eine eigenständige kulturelle Funktion. Marken und ihre Mythen weisen dabei über einzelne Produkte hinaus und bieten Entlastung gegenüber den psychischen Anforderungen der modernen, arbeitsteiligen Welt.

Stefan Waller ist Designer und Philosoph. Er ist Professor an der Brand University of Applied Sciences in Hamburg sowie an der Zhejiang Wanli University in Ningbo (China). Er promovierte an der Universität Hamburg über Arnold Gehlen und arbeitet seit über zehn Jahren im internationalen Hochschulkontext in den Bereichen Branding, Design und Markenforschung. Seine Forschungsschwerpunkte liegen an der Schnittstelle von Markenwissenschaft, philosophischer Anthropologie und Kulturtheorie. Zuletzt erschienen Marke und Mythos (Springer 2024), als englische Ausgabe Brand and Myth (Springer 2025).

Kontakt

Eva Landmann
Warburg-Haus
Tel.: +49 40 42838 6148

Der »Mythos« und seine politischen Formen / Universität Hamburg / Warburg-Haus

Buchvorstellung und Gespräch

10.2.2026
Di.
19:30 UHR
Verfehlte Mission. Das geteilte Jerusalem und die Vereinten Nationen

mit Yfaat Weiss und Kim Wünschmann

 
Veranstalter

Jüdischer Salon am Grindel e.V. und Institut für die Geschichte der deutschen Juden

Am Anfang war die UN: Im November 1947 beschloss die Generalversammlung der Vereinten Nationen den Teilungsplan für das britische Mandatsgebiet Palästina – ausgenommen Jerusalem. Diese Stadt, auf die alle drei monotheistischen Religionen Anspruch erhoben und dies bis heute tun, sollte ungeteilt in die Obhut der UN übergehen. Doch der Israelisch-Arabische Krieg vereitelte 1948 diesen Plan. Jerusalem wurde in Ost und West geteilt mit einer Exklave im Nordosten der Stadt: der Scopus-Berg mit der Hebräischen Universität. Die Historikerin Yfaat Weiss untersucht zum ersten Mal auf Basis der weltweit verstreuten Quellen die Geschichte dieser Exklave bis zum Sechs-Tage-Krieg 1967 – eine Geschichte, die in unsere Gegenwart hineinragt.

Yfaat Weiss ist Historikerin und lehrt Neuere und Jüdische Geschichte an der Hebräischen Universität in Jerusalem und an der Universität Leipzig. Dort leitet sie auch das Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow. Zu ihren Publikationen gehören Lea Goldberg. Lehrjahre in Deutschland sowie Verdrängte Nachbarn. Wadi Salib – Haifas enteignete Erinnerung, für das sie 2012 mit dem Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken ausgezeichnet wurde.

Gastgeber ist Sebastian Schirrmeister, das Gespräch führt Kim Wünschmann.

Eintrittspreise: 12 Euro Normalpreis, 8 Euro Freundeskreis-Mitglieder und 5 Euro ermäßigte Karten

Kontakt

Jüdischer Salon am Grindel e.V.
0176 21 99 82 72

Institut für die Geschichte der deutschen Juden / Jüdischer Salon am Grindel e.V.

Vortrag und Lesung

18.2.2026
Mi.
19:30 UHR
Ach, Odessa … Ein Stadtporträt in Bildern und Geschichten

mit Brigitte van Kann und Sonja Szylowicki

 
Veranstalter

Jüdischer Salon am Grindel e.V.

Welche andere europäische Stadt hatte so lebendige Mythen hervorgebracht wie Odessa? Dabei ist die Hafenstadt am Schwarzen Meer Europas mit gerade einmal 230 Jahren Europas jüngste Metropole. Seit der Gründung durch Katharina die Große 1794 lockte Odessa mit Freiheiten und Aufstiegsmöglichkeiten, die es sonst nirgends gab. Menschen aus aller Herren Länder, aller Berufe, Sprachen und Religionen waren willkommen, um die einstige osmanische Siedlung zu einer prächtigen Stadt zu machen.

Als kosmopolitischer Hort der Toleranz bot Odessa besonders den russischen Juden Entwicklungschancen, die ihnen im übrigen Russland verwehrt waren. Sie wurden zum Triebrad des schwindelerregenden wirtschaftlichen Aufschwungs der Hafenstadt, deren Geschäft der Weizenexport Süden war. Sie nutzten die Freiheit, um jüdische Selbsthilfegruppen, Kultur- und Sportvereine zu gründen. So konnte in Odessa die Idee eines jüdischen Staates Gestalt annehmen. Die Hafenstadt nimmt für sich in Anspruch, der eigentliche Gründungsort Israels zu sein. Wie Meir Dizengoff, Tel Avivs erster Bürgermeister, kamen viele Zionisten aus Odessa.

Und es waren jüdische Schriftsteller wie Scholom Alejchem, Isaak Babel und Vladimir Jabotinsky, die an der odessitischen Mythenbildung mitwirkten. Sie machten Odessa zum europäischen Sehnsuchtsort. Aber auch Liedermacher und Filmregisseure besangen die Schönheit von Lady Odessa und ihr Faible für das ortstypische Gangstertum. Alle zusammen erschufen ein Odessa, das in der eigenen Folklore lebte.

Heute ist Odessa eine ukrainische Stadt im Krieg, die um ihr Überleben kämpft – und sich vielfach von ihrer russischen Vergangenheit lösen will.

Brigitte van Kann moderiert und berichtet von ihrer Reise nach Odessa im Oktober 2025.

Sonja Szylowicki liest aus Odessaer Geschichten von Isaak Babel und vielen anderen.

Eintrittspreise: 12 Euro Normalpreis, 8 Euro Freundeskreis-Mitglieder und 5 Euro ermäßigte Karten

Kontakt

Jüdischer Salon am Grindel e.V.
0176 21 99 82 72

Jüdischer Salon am Grindel e.V.

Tagung

26.5.2026
Di.
 
AI, Sustainability, and Corporate Accountability Symposium 2026

2nd Corporate Sustainability Due Diligence Symposium

 
Veranstalter

Prof. Dr. Roee Sarel, Dr. Hadar Yoana Jabotinsky, Malte Deutschmann, Lucie Kleinert
Universität Hamburg
Fakultät für Rechtswissenschaft
Institut für Recht und Ökonomik

The Institute of Law and Economics in collaboration with The Hadar Jabotinsky Center is pleased to announce a one-day symposium on AI, Sustainability, and Corporate Accountability. Following the success of our 2025 Corporate Sustainability Due Diligence Symposium, this second edition will explore the critical intersection between artificial intelligence governance and corporate sustainability obligations.

The European Union’s twin transformation agenda has produced landmark regulatory frameworks including the AI Act (Reg. (EU) 2024/1689) and the Corporate Sustainability Due Diligence Directive („CS3D“; Dir. (EU) 2024/1760), imposing simultaneous compliance requirements on organizations. These concurrent obligations create critical operational challenges: harmonizing risk assessment methodologies, managing potentially conflicting disclosure requirements, and integrating due diligence processes across digital and sustainability domains.

This symposium addresses urgent questions as the EU intensively reconsiders its position on both AI liability and the scope of the CS3D, providing a unique opportunity to share knowledge accumulated in academic research and to propose innovative regulatory approaches. We invite submissions that shed light on the intersection of AI governance and sustainability frameworks, including but not limited to:

  • Compliance integration challenges: How organizations can harmonize AI risk assessment with sustainability due diligence
  • Regulatory tensions: Identifying and resolving conflicts between the AI Act and CS3D (or CSRD) requirements
  • Due diligence methodologies: Best practices for integrated digital and environmental risk assessment
  • Disclosure frameworks: Managing overlapping reporting obligations across AI and sustainability domains
  • Supply chain governance: AI applications in sustainability monitoring and their regulatory implications
  • Liability and accountability mechanisms: Corporate responsibility in AI-enabled sustainability initiatives

The symposium is open to any methodology (e.g. doctrinal work, empirical analysis, or experiments) and welcomes interdisciplinary work, as well as more traditional perspectives. We encourage submissions from academic researchers, practitioners, regulatory authorities, and corporate compliance officers. The goal of the symposium is to bring together scholars, practitioners, and interested parties to explore the implications of managing dual compliance requirements under the EU’s digital and sustainability transformation agenda.

Call for Papers als PDF

Kontakt

Malte Deutschmann
Universität Hamburg
Fakultät für Rechtswissenschaft
Institut für Recht und Ökonomik
20354 Hamburg

Fakultät für Rechtswissenschaft / Universität Hamburg